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Painting of Maestoso II Catrina ridden by Shana Ritter. Painting by Janey Belozer.




Piaffe in the Pillars. Painting by Ludwig Koch.




Tapestry depicts horse and rider in the Capriole.




Pirouette by George Hamilton c. 1700.







Mary Stuart in the Piaffe, Sidesaddle.




Capriole in the Pillars, 1890.




William Cavendish, Duke of Newcastle




Equestrian Portrait of Henry IV (1555-1610). King of France before the Walls of Paris, 1594.













Queen Isabel of France by Velasquez







Erik Herbermann on Atlantis in the Piaffe

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9 March 2009

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Durchs Genick 8.0

©Thomas Ritter 2009

Otto v.Monteton (1899):

„Wer auf diese Weise Reitunterricht erteilt, der fühlt sich freilich sehr ernüchtert, wenn heute nur vom Dogma der unbedingten Beizäumung gesprochen wird und niemand sieht, wie ungeregelt dabei noch der Gang ist, für den die senkrechte Nase höchst schädlich ist. Aber es ist so bequem und bedarf gar keines Nachdenkens, denn für den Lehrer wie für den Schüler und nun erst für den Besichtigenden ist es so leicht, und jedes Kind kann sich von der entdeckten Wahrheit sofort überzeugen, wenn gesagt wird: die Nase steht noch nicht senkrecht. Dies Dogma hat unendlichen Schaden gethan, indem man die Pferde in diese Stellung hineinzwingt, statt in Ruhe abzuwarten, bis sie von selber hineingehen. Erst mit dem Studium der Individualität beginnt die Wissenschaft und die Kunst in der Reiterei.“

Das klingt ja sicherlich vertraut. Offensichtlich hat sich nicht viel im letzten Jahrhundert verändert. Monteton beklagt, daß die Leute das, was sie sehen nur nach einem simplistischen Dogma beurteilen, weil sie nicht denken und differenzieren wollen. Damals wie heute wurde die senkrechte Nase oft als einziges Kriterium für die Bewertung der Ausbildung genommen. Wenn die Nase senkrecht ist, soll angeblich alles in Ordnung sein, auch wenn das Pferd in diese Form gezwungen wurde, wenn der Hals kurz ist, der Rücken tot ist und die Hanken sich nicht biegen.Wenn die Nase nicht senkrecht ist, dann wird die Ausbildung als falsch angesehen, auch wenn der Rücken schwingt, wenn die Hinterbeine untertreten und sich biegen, und wenn die Hilfen durchgehen. Auch die ungebildetste Person kann erkennen, ob die Nase senkrecht steht oder nicht. Aber es gehört ein geschultes Auge dazu, zu sehen ob der Rahmen reell erarbeitet oder nur vorgetäuscht ist, ob das Pferd sich im Gleichgewicht befindet oder nicht, ob die Hinterbeine sich in allen ihren Gelenken biegen oder nur vom Sprunggelenk abwärts, und wo das Pferd noch Widerstände aufbewahrt. Es bedarf genauer Überlegung zu beurteilen, welche Haltung dem Gebäude, dem Alter und dem Ausbildungsstand des Pferdes angemessen ist. Die Tendenz zum Übersimplifizieren und Schematisieren plagt die Dressur auch heute noch. Ich kann Monteton nur beipflichten, wenn er sagt, daß die Dressur nur dann zur Kunst werden kann, wenn man die Inidividualität des Pferdes studiert, um die Haltung zu finden, die am besten zu seinem Gebäude, seinem Ausbildungsstand und den momentanen Absichten des Reiters paßt. Man könnte noch einen Schritt weiter gehen und sagen, daß ein Reiter, der die Haltung des Pferdes nicht aufgrund der gymnatischen Ausbildungsprinzipien auswählt, keine Dressur im eigentlichen Sinne betreibt, sondern eher eine Form der Abrichtung.

Otto v.Monteton (1899):

„Die grösste Herrschaft über das Pferd liegt nicht in der Stellung der senkrechten Nase, sondern fünf bis zehn Grad vor derselben, und wenn das Pferd im Stillhalten die Nase zur senkrechten Stellung hergiebt, das Genick der höchste Punkt bleibt, und es nun aus der Tiefe langsam wieder aufgerichtet wird, dann gehen erst die Anzüge bis zur Hinterfessel durch, wobei man das Pferd ganz gelassen in die Höhe heben kann. Erst diese aus der Tiefe wieder schräg genommene Nase, am Zügel stehend, giebt die freudige Gehlust des Pferdes unter die Gewalt des Reiters. Die ununterbrochene, senkrechte Nasenstellung, die sich nicht nach Belieben aufrichten lässt, giebt schon im Schritt einen struppierten Gang, wie ich dies oft beobachtet habe. Man kann folgerichtig sagen, solche Pferde sind mit der senkrechten Kopfstellung in der Dressur stecken geblieben und dabei in den Gelenken lose geworden.“

Im Unterschied zu vielen der anderen Autoren schlägt Monteton eine bestimmte Hals- und Kopfhaltung vor, die er für am effektivsten bei der Hilfengebung hält. Er stellt fest, daß die Paraden am besten durchgehen, wenn die Nase 5-10 Grad vor der Senkrechten steht. Er sagt, er hätte viele Pferde gesehen, deren Gang durch Reiter zerstört wurde, die versucht haben, den Kopf mit aller Gewalt in die Senkrechte zu bringen. So etwas passiert immer dann, wenn jemand Form und Funktion verwechselt. Wenn Kopf und Hals mechanisch in eine äußere Form gezwängt werden, ohne Berücksichtigung des Gebäudes oder des Ausbildungsstandes, und ohne das Becken, die Schultern oder die Wirbelsäule auszurichten, dann werden die Gänge und letztendlich auch das Pferd Schaden leiden.

Fortsetzung folgt...

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Thomas Ritter


Erik Herbermann on Atlantis in the Piaffe








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