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Painting of Maestoso II Catrina ridden by Shana Ritter. Painting by Janey Belozer.




Piaffe in the Pillars. Painting by Ludwig Koch.




Tapestry depicts horse and rider in the Capriole.




Pirouette by George Hamilton c. 1700.







Mary Stuart in the Piaffe, Sidesaddle.




Capriole in the Pillars, 1890.




William Cavendish, Duke of Newcastle




Equestrian Portrait of Henry IV (1555-1610). King of France before the Walls of Paris, 1594.













Queen Isabel of France by Velasquez







William Cavendish, First Duke of Newcastle demonstrating the correct classical use of the cavesson and curb

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11 August 2009

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Gebißlose Zäumung

©Thomas Ritter 2009

In den letzten Jahren sind gebißlose Zäume in manchen reiterlichen Kreisen sehr populär geworden. Was den meisten heutigen Reitern unbekannt zu sein scheint, ist daß die traditionelle, klassische Reiterei seit über 400 Jahren einen gebißlosen Zaum verwendet. Es handelt sich dabei um den Kappzaum. Er fing als eine Art Strickhalfter an, die man in den Publikationen von Georg Engelhard von Löhneysen (1609) und Antoine de Pluvinel (1624) sehen kann. Der Herzog von Newcastle (1648) ist meines Wissens der erste Autor, der das Strickhalfter durch einen Kappzaum ersetzte, der aus Leder und Metall angefertigt wurde. Nach Newcastle scheinen die Strickhalfter ganz von der Bildfläche verschwunden zu sein. Alle nachfolgenden Publikationen bilden stattdessen nur den Kappzaum ab. Der große Vorteil des Kappzaums gegenüber Halftern und modernen gebißlosen Zäumungen ist, daß er präziser paßt und daß er die Hilfen direkter übermittelt. Mit anderen Worten, er ist effektiver.

Der Vorteil von einem gebißlosen Zaum wie dem Kappzaum gegenüber einem Gebiß besteht darin, daß er den Schädel, die Pferdenase anspricht, anstelle des Unterkiefers, was bedeutet, daß ein Gelenk übersprungen wird, welches das Pferd sonst benützen könnte um sich den reiterlichen Einwirkungen zu entziehen. Der Kappzaum beeinflußt das Pferdeskelett, da es direkt auf die Nase einwirkt, wohingegen die Trense auf die Muskulatur wirkt, da sie auf der Zunge aufliegt und zunächst Druck auf die Zunge ausübt.

Pferde werden dem Druck der Einwirkung immer zuerst mit demjenigen Gelenk nachgeben, welches am beweglichsten, d.h. am biegsamsten, ist. Wenn das Genick bzw. die Hüften steif sind, dann ist es viel leichter mit dem Unterkiefer nachzugeben, so daß das Pferd das Maul aufsperrt und die Zügelhilfen die Hinterbeine nicht mehr erreichen können. Mit anderen Worten: die Paraden gehen nicht mehr durch. Wenn man den Unterkiefer umgehen kann, indem man auf den Schädel selbst einwirkt, dann wird das Genick das erste Gelenk, das die Zügelhilfen erreichen, und das Pferd hat daher viel weniger Spielraum sich zu entziehen. Es wird dann für das Pferd viel schwerer sich der Einwirkung durch Verbiegen – Nachgeben mit dem falschen Gelenk - zu entziehen. In vieler Hinsicht ist jedoch die Kombination von Kappzaum und Gebiß die effektivste Zäumung, da beide in verschiedener Weise auf das Pferd einwirken.

Scheuen Sie sich nicht, mir Fragen und Kommentare zu schicken.

Thomas Ritter


William Cavendish, First Duke of Newcastle demonstrating the correct classical use of the cavesson and curb








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